Orts- und Kirchengeschichte von Neuenhinzenhausen 

Ein „Hinzenhauser“ wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name soll bedeuten „Behausung des Heinrich“. Hinz ist eine Kurzform von Heinrich. Die „Hinzenhauser“ hatten allerdings ursprünglich ihren Sitz auf einem waldigen Hügel nahe Grub bei Riedenburg. Nach dem Verfall der Höhenburg wurde die Hofmark 1556 an die Bürgerschaft zu Riedenburg verkauft. Spuren der Burgruine sind in einer Waldabteilung mit dem Namen „Sinzenhauserin“ noch vorhanden. Das Geschlecht der „Hinzenhauser“ siedelte in das Schambachtal hinab.
Wegen der Lage an der Schambach und am Limes kann aber davon ausgegangen werden, dass es hier bereits vorher eine Ansiedlung gab.

An der Schambach wurden früher vier Mühlen betrieben:                                     Grasslmühle, Franzlmühle, Planklmühle und Bitzlmühle. Im 14. Jahrhundert wird bereits ein Adelssitz „Viermühlen“ mit einem Wasserschloss bzw. einer Wasserburg erwähnt. Diese Burg wird aber zu Beginn des 15. Jahrhundert in Kriegswirren zerstört. Die Adelsfamilie der „Hinzenhauser“ wurde verpflichtet, die Burg wieder aufzubauen  und errichtete ein prächtiges Wasserschloss. „Neuen-Hinzenhausen“ war geboren.
Als Schlossherren von Neuenhinzenhausen werden später unter anderen die „Muggenthaler“ ab 1557, Freiherr de Bassus ab 1732 und Baron von Schaky ab 1784 genannt.

Im 16. oder 17. Jahrhundert wurde die Schlosskirche am jetzigen Standort errichtet und der Heiligen Walburga geweiht. Der Glockenturm wurde um 1800 angebaut. Während des Dreißigjährigen Krieges zogen 1643 schwedische Truppen durch das Tal, wurden aber von etlichen mutigen und streitbaren Männern abgehalten, dem Dorf und dem Schloss Schaden zuzufügen.

Nachdem das Wasserschloss Neuenhinzenhausen aufgegeben war und zusehends verfiel, erfolgte im Jahre 1832 der Verkauf mit allen Besitzungen an den Staat. 1866 wurde das Schloss dann wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die Steine wurden zur Errichtung von Häusern und landwirtschaftlichen Gebäuden verwendet. Die Freiwillige Feuerwehr Neuenhinzenhausen wurde im Jahre 1900 gegründet.
1929 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sollern mit Viermühlen der Gemeinde Neuenhinzenhausen angegliedert. Im Jahr 1950 erfolgte die Gründung des Gemütlichkeitsvereins im Gasthaus Hilger, dem ehemaligen Forsthaus der Schlossherren (Jägerwirt).

Der Bau des heute noch bestehenden Schulhauses geschah in den Jahren 1952-1953. Bei der Einweihung wurde es als „schönstes Dorfschulhaus der Oberpfalz“ bezeichnet. Der Schulbetrieb wurde im Jahr 1970 eingestellt.  Die Schulräume wurden zunächst als gewerbliche Räume vermietet und dienen nun bereits seit vielen Jahren als Ballett-Schule.
Im Kellergeschoß hat die örtliche Feuerwehr einen Schulungsraum eingerichtet.

Eine umfassende Renovierung der Ortskirche St. Walburga wurde 1957 begonnen. Dabei wurden Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert freigelegt. Im Rahmen der Gemeinde-Gebietsreform wurde die Gemeinde Neuenhinzenhausen am 1. Januar 1972 ein Teil des Marktes Altmannstein.
Der letzte Bürgermeister von Neuenhinzenhausen war Georg Schaller. Seit 1. Juli 1972 gehört man dem Landkreis Eichstätt und dem Regierungsbezirk Oberbayern an.

1972 wurde der Schnupfclub Neuenhinzenhausen gegründet.
1979 erfolgte die Gründung des Obst- und Gartenbauvereins und
2001 wurde der Kleintierzuchtverein aus der Taufe gehoben.

In den Jahren 1993 und 1994 wurde die Ortskirche einer weiteren umfassenden Innen- und Außenrenovierung unterzogen.
Die frühbarocke Ausmalung wurde restauriert.

Das Dorfwirtshaus Hilger (Jägerwirt) wurde 2005 leider geschlossen.

2010 wurde die Figur des Brückenheiligen „St. Nepomuk“ fachmännisch restauriert und erhielt eine neue Kapelle.
Die Maßnahme wurde auch von den örtlichen Vereinen mitfinanziert. 

Eine erneute Außen- und Innenrenovierung der Kirche „St. Walburga“ ist  in Planung. Baulastträger ist der Markt Altmannstein.
Neuenhinzenhausen liegt am Schambachtalbahn-Radweg, einer Teilstrecke des Limes-Radweges. Auch die Deutsche Limes-Straße verläuft durch den Ort. Der Limes quert das Schambachtal in Neuenhinzenhausen.


Historie

1296 Erstmalige Erwähnung eines „Hinzenhauser“. Die „Hinzenhauser“ hatten allerdings ursprünglich ihren Sitz auf einem waldigen Hügel nahe Grub bei Riedenburg. 
14. Jahrh. Erwähnung eines Adelssitzes „Viermühlen“ mit Wasserschloss bzw. Wasserburg; Zerstörung vermutlich im Zuge des Bayerischen Krieges
1420 – 1422 Wegen der Lage an der Schambach und am Limes kann aber davon ausgegangen werden, dass es bereits vorher eine Ansiedlung gab.     
15. Jahrh. Wiederaufbau des Wasserschlosses „Neuen-Hinzenhausen“ durch die „Hinzenhauser“. In diesem Schloss befand sich auch eine der Hl. Walburga geweihte Kapelle.
1557 Verkauf der Hofmark Neuenhinzenhausen an Wernher von Muggenthal zu Sandersdorf. Das „wohlerpaute Schloss“ bleibt bis 1732 im Besitz des Geschlechtes der Muggenthaler.
16./17.Jh. Errichtung der Schloss-Kirche „St. Walburga“ am jetzigen Standort (mit einem Dachreiter-Türmchen)
1732 Baron de Bassus auf Sandersdorf erwirbt das Wasserschloss.
1760 Erwerb der Hofmark durch Adrian von Lafabrique aus Pöttmes
1784 Übergang an Baron von Schaky und seine nachfolgenden Erben
um 1800 Die Schlosskirche erhält einen angebauten Glockenturm.
1832 Verkauf des Schlosses mit allen Besitzungen an den Staat
1866 Abbruch des Schlosses wegen Baufälligkeit
1929 Die bis dahin selbständige Gemeinde Sollern (mit Viermühlen) wird an die Gemeinde Neuenhinzenhausen angegliedert.
1952-1953 Bau des heute noch bestehenden Schulhauses (Schulbetrieb 1953–1970)
1957-1958 umfassende Renovierung der Ortskirche St. Walburga; dabei wurden Fresken aus dem 16. oder 17. Jahrhundert freigelegt
1965-1975 Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Wagner war ein Bundeswehr-Depot untergebracht.
1972 Neuenhinzenhausen wird Teil des Marktes Altmannstein. Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Neuenhinzenhausen war Georg Schaller.
1993-1994 Außen- und Innenrenovierung der Ortskirche; die frühbarocke Ausmalung wurde restauriert
2010 Neubau der Nepomuk-Kapelle und Restaurierung der Figur des Heiligen Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert
2021 Die Außenrenovierung der Ortskirche ist in Planung.


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