Sollern wurde erstmals 1027 urkundlich als Pfarrei erwähnt. Bewegte Jahre hatte die junge Pfarrei vor sich. So gehörte Sollern Anfangs zu Geisenfeld, zu Abensberg, zu Schamhauptenund zu St. Emmeram nach Regensburg. Im 30jähr. Krieg wurde die, damals im Stil einer dreischiffigen Basilika erbaute Kirche komplett zerstört. 1698 begann der Wiederaufbau unter großer Förderung der Adelsfamilie der Muggenthaler und fand seine Vollendung unter dem Pfarrer Georg Spring in Khlee. Dieser Pfarrer begründete schließlich 1702 die Skapulierbruderschaft  unter dem Glaubensspruch “Wer von Dir will Hilf begehrn, dich Maria hier soll ehrn” – freilich eine Wortspielerei zu dem schon damals bestehenden Namen Sollern. Daraus entwickelte sich jedoch eine großartige Marienwallfahrt, mit zeitweise bis zu 3000 Pilger zum Bruderschaftsfest. Unter dem Schutzmantel Mariens – dem Hl. Skapulier – entwickelte sich Sollern zu einem Zentrum der Marienverehrung. Biber, Mendorf, Steinsdorf, Altmannstein, vielen weiteren umliegenden Dörfern bis nach Schambach bei Riedenburg gehörten zur Pfarrei Sollern. Noch heute zeugt der imposante Pfarrhof von dem großen Reichtum und Einfluss. Einen großer Gutshof mit Wiesen, Äcker, Pferde, Schweine, Gärten unter Glasfenster und unzählige Bedienstete hatte der Pfarrer zu verwalten. In der Kirche selbst ist heute noch eine reiche Innenausstattung mit zahlreichen Heiligenfiguren zu bewundern. Auch wenn Sollern mittlerweile zum Pfarrverbund Altmannstein gehört unternehmen bis heute immer am 1. Mai Pilger aus den umliegenden Orten eine sog. Sternwallfahrt, bei der diese zeitgleich eintreffen und gemeinsam zur Mutter Gottes beten. Zu Sollern gehört heute noch das Benefizium Mendorf, die Expositur Steinsdorf, die Filialkirche Neuenhinzenhausen und die Filialkirche Hattenhausen.


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